Kommandanten!
Wir freuen uns, euch ein weiteres fantastisches Legendäres Fahrzeug vorstellen zu können, das bald zu Armored Warfare kommt – dieses Mal handelt es sich um den Jagdpanzer Centauro 2!

Doch zunächst wie gewohnt ein wenig Geschichte.
Der Centauro 2 ist, wie sein Name bereits vermuten lässt, eine Weiterentwicklung des italienischen Centauro-Designs. Während des Kalten Krieges beschritt Italien gemeinsam mit Frankreich den ungewöhnlichen Weg, Rad-Jagdpanzer und Feuerunterstützungsfahrzeuge mit Kanonen im Kampfpanzerkaliber zu entwickeln. Für Frankreich war diese Entscheidung relativ einfach: Das Land hatte erhebliche Interessen und enge Beziehungen zu postkolonialen afrikanischen Staaten, und der Betrieb von Kampfpanzern in solch harschen Umgebungen war schlichtweg nicht kosteneffizient. Benötigt wurde eine Fahrzeugflotte mit hoher Feuerkraft und Mobilität, aber gleichzeitig niedrigeren Betriebskosten – und Radfahrzeuge wie der Sagaie oder der AMX 10 RC boten genau das.
Für Italien spielte dieser Aspekt keine so große Rolle. Stattdessen entschied man sich für eine hohe Mobilität auf Straßen, die es der Armee ermöglichen sollte, Truppen schnell zu verlegen und ihren Infanterieeinheiten Feuerkraft auf Kampfpanzerniveau zu einem Bruchteil der Kosten bereitzustellen.
So entstand das Centauro-Konzept. Der Nachteil war natürlich das Schutzniveau. Dies war noch die Zeit vor den Drohnen, in der Geschwindigkeit und Tarnung zumindest teilweise noch brauchbare Überlebensstrategien waren und Kampfpanzer das Schlachtfeld beherrschten. Damals ergab diese Richtung also durchaus Sinn. Mehr über den ursprünglichen Centauro erfahrt ihr in seinem gesonderten Artikel.

Springen wir in die Mitte des Jahres 2016: Auf der Eurosatory-Messe in Paris wurde ein Prototyp des Centauro-Nachfolgers vorgestellt. Schon vor den Erfahrungen aus den heutigen Konflikten war die Entscheidung, die Entwicklungslinie des Centauro fortzusetzen, etwas umstritten und wurde vermutlich eher von Kosten und bestehenden Doktrinen als von tatsächlicher Kampftauglichkeit bestimmt. Doch so ist es häufig, bis echte Gefechte alle eines Besseren belehren.
Die größte Verbesserung des Designs war die Integration der rückstoßarmen 120-mm-L/45-Kanone von OTO Melara, die von der L/44-Kanone des Ariete abgeleitet wurde. Mitte der 2010er-Jahre war die 105-mm-Kanone des ursprünglichen Centauro veraltet, und es gab zwei Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen: Entweder man wechselte zu einer Kombination aus Kanone und Lenkflugkörpern – diesen Weg gingen die Franzosen – oder man baute eine größere Kanone ein. Die Italiener entschieden sich für Letzteres.
Die 120-mm-Kanone wurde in einem speziell dafür entwickelten HITFACT-II-Turm von OTO Melara installiert und automatisch geladen – zumindest teilweise. Das Fahrzeug verfügte über einen Autolader mit sechs Schuss, der von einem eigens dafür vorgesehenen Besatzungsmitglied aus dem Munitionslager im hinteren Teil des Turms bestückt wurde. Zusätzliche Munition wurde in der Wanne mitgeführt.
Die Kanone verfügte außerdem über respektable Richtwinkel von −7 bis +16 Grad sowie über ein modernes Feuerleitsystem und weitere optische Systeme:
- Stabilisiertes Attila-D-Kommandantenvisier mit Wärmebildgerät
- Stabilisiertes Lothar-SD-Richtschützenvisier mit Wärmebildgerät und Laserentfernungsmesser
Die Kanone konnte standardmäßige 120-mm-NATO-Munition verschießen.

Das Gewicht erhöhte sich natürlich – von etwa 24 Tonnen beim klassischen Centauro auf offiziell 30 Tonnen, inoffiziell möglicherweise sogar 35 Tonnen. Dies wurde jedoch durch einen stärkeren IVECO-Motor mit 720 PS in Verbindung mit einem Automatikgetriebe von ZF mehr als ausgeglichen, wodurch der Centauro 2 auf der Straße Geschwindigkeiten von bis zu 105 km/h erreichen konnte.
Das Schutzniveau blieb im Vergleich zu Panzern natürlich relativ niedrig, doch frontal konnte das Fahrzeug dem Beschuss durch 30-mm-Autokanonen standhalten. Die dünner gepanzerten Seiten boten Schutz gegen Beschuss im Kaliberbereich von 12,7 bis 25 mm. Zusätzlichen Schutz boten 81-mm-Nebelgranatwerfer und Funkstörsender, allerdings verfügte das Fahrzeug über kein Hard-Kill-Aktivschutzsystem.
Zwei Jahre nach der Vorstellung des Prototyps wurde 2018 ein Vertrag über die ersten 10 Fahrzeuge von insgesamt 150 geplanten Maschinen unterzeichnet. Diese sollten die etwa 300 im Dienst befindlichen B1 Centauro ersetzen. Anschließend wurde der Vertrag ungefähr alle zwei Jahre aktualisiert.
Die tatsächliche Produktionszahl ist jedoch unbekannt. Die erste Einheit, die den Centauro 2 erhielt, war im Mai 2025 die mechanisierte Brigade Aosta der italienischen Armee. Derzeit wurden vermutlich nicht mehr als 18 bis 20 Fahrzeuge gebaut, wobei die letzte bestätigte Lieferung aus 16 Fahrzeugen im Jahr 2024 bestand.

Was den Export betrifft, bestellte Brasilien im November 2022 insgesamt 98 Fahrzeuge. Die ersten beiden in Italien hergestellten Maschinen wurden 2023 ausgeliefert. Die lokale Serienproduktion soll 2027 in Sete Lagoas beginnen.
Vier bekannte Versionen des Fahrzeugs existieren:
- Der Prototyp von 2016 mit 81-mm-Nebelgranaten und älteren Funkstörsendern
- Die Serienversion von 2022 mit neuen 40-mm-ROSY-Nebelgranaten
- Die Version von 2024 mit verbesserten Störsendern sowie einem modifizierten Feuerleitsystem zum Verschießen von 120-mm-Vulcano-Granaten
- Eine vereinfachte brasilianische Exportversion
Das Fahrzeug, das wir für euch vorbereitet haben, basiert auf der italienischen Version von 2024. Apropos:
In Armored Warfare wird der Centauro 2 ein Legendärer Jagdpanzer sein.

Um ihn zu erhalten, müsst ihr zunächst wie gewohnt 10.000 Legendäre Blaupausen sammeln, aber außerdem auch den Tier-10-Jagdpanzer Wilk XC-8 besitzen.
Was seine Rolle betrifft, wird der Centauro 2 dem BMPT Mod.2025 ähneln – ein kompromissloser Schadensverursacher auf dem Schlachtfeld, der Lenkflugkörper und Autokanonen gegen eine schnellfeuernde großkalibrige Kanone eintauscht. Die tatsächliche Herangehensweise an das Verursachen von Schaden wird jedoch anders ausfallen.
Der Kern des Gameplays besteht darin, dass der Centauro 2 weder über eine dicke Panzerung noch über ERA wie der BMPT verfügt. Natürlich wird er frontal weitgehend gegen 30-mm-Autokanonen geschützt sein und über ein Soft-Kill-APS verfügen, doch im Wesentlichen muss er sich auf Tarnung, Mobilität und Feuerkraft verlassen. Und seid versichert: Von allem wird er reichlich besitzen.

Seine Mobilität wird sich größtenteils auf Straßen und ähnliche Oberflächen beschränken, da es sich nicht um ein Kettenfahrzeug handelt. In dieser Hinsicht wird er eine solide Leistung bieten, erwartet jedoch keine mit einem Leichtpanzer vergleichbare Mobilität. Bei der Tarnung beginnt der Centauro 2 hingegen wirklich zu glänzen, denn sein Tarnwert wird außerordentlich hoch sein. Trotz seiner Größe wird der Centauro 2 nur sehr schwer zu entdecken sein, selbst durch FPV-Lenkflugkörper. Das Abfeuern der Kanone wird den Tarnwert natürlich deutlich verringern, doch bei geeigneter Positionierung wird das Fahrzeug weiterhin nur sehr schwer aufzuspüren sein.
Doch ihr wollt sicherlich mehr über den wichtigsten Aspekt erfahren: seine Feuerkraft. Seid versichert, sie ist beträchtlich. Die Leistung der 120-mm-Kanone ähnelt der Kanone des Leopard 2A7DK, die daher als Ausgangspunkt dienen kann. Die Kanone des Centauro 2 feuert jedoch deutlich schneller und verfügt über eine Nachladezeit von 4 Sekunden. Folgende Munition wird verfügbar sein:
- 120-mm-APFSDS-Munition, ähnlich der des Leopard 2A7DK, einschließlich des Bonus auf Modulschaden
- 120-mm-HEAT-Munition, ähnlich der des Leopard 2A7DK
- 120-mm-HE-Munition mit erhöhter Durchschlagskraft, höherem Schaden und größerem Explosionsradius
- Inferno-Granaten
Inferno-Granaten sind eine neue Mechanik des Centauro 2. Sie funktionieren ähnlich wie Granaten mit weißem Phosphor: Sie erzeugen eine Zone auf dem Boden, und wenn ein gegnerisches Fahrzeug diese betritt, gerät es in Brand und erleidet fortlaufend Schaden. Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied: Während die bisherigen Granaten den Motor beschädigen und in Brand setzen, beschädigen Inferno-Granaten sämtliche außen liegenden Module. Der Effekt ist rot und hält länger an.

Erfahrene Centauro-2-Kommandanten können gegnerische Fahrzeuge dadurch praktisch dauerhaft handlungsunfähig machen, indem sie sie zunächst immobilisieren, anschließend eine Inferno-Granate abfeuern und dann zusehen, wie sie Trefferpunkte und Module verlieren. Selbst der mächtige Reaper kann auf diese Weise bezwungen werden. Der Centauro 2 eignet sich außerdem hervorragend zur Bekämpfung mächtiger PvE-Gegner – etwas, das sich in naher Zukunft als nützlich erweisen wird.
Was die Black Company betrifft, stammt auch der Prototyp des Centauro 2 aus den experimentellen Beständen von Clayburn Industries und wurde zusammen mit den vorherigen Fahrzeugen erbeutet. Anders als beim BMPT dauerte es jedoch erheblich länger, ihn zu reparieren und kampfbereit zu machen. Nun, da dies gelungen ist, arbeiten die Techniker der Black Company bereits intensiv daran, mehrere weitere experimentelle Projekte wiederherzustellen, die aus den Waffenlagern von Clayburn geplündert wurden.
Und das war es auch schon, Kommandanten. Wir freuen uns auf euer Feedback und wie immer:
Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld!