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Beitrag-Highlights #1: FMBT

Kommandanten!

Der Wettbewerb „Entwirf ein Legendäres Fahrzeug“ läuft auf Hochtouren, und es bleibt weniger als eine Woche, um eure Vorschläge für ein zukünftiges Fahrzeug einzureichen, das in Armored Warfare eingeführt werden soll. Bereits über 300 Einsendungen sind eingegangen, und es wird einige Zeit in Anspruch nehmen, sie alle zu sichten. In der Zwischenzeit möchten wir mehrere Beiträge hervorheben, die es definitiv in die Abstimmungsphase schaffen werden – beginnend mit dem FMBT-Beitrag von Spyder.

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Geschichte:

Hierbei handelt es sich um ein reales Fahrzeugprojekt, das Anfang der 1990er-Jahre entwickelt wurde. Im Sommer 1992 startete das Magazin ARMOR (das offizielle Magazin des U.S. Army Armor Center in Fort Knox) einen Wettbewerb zur Entwicklung eines Kampfpanzers der nächsten Generation. Bis zum offiziellen Einsendeschluss am 15. Januar 1993 gingen mehr als 70 Vorschläge aus den USA sowie aus vier weiteren Ländern ein. Der Entwurf von Maj. Quinn, einem Entwickler von Western Design (einem auf automatische Ladesysteme spezialisierten Unternehmen aus Kalifornien), wurde schließlich zum Sieger erklärt.

Unterstützt wurde der Vorschlag von Larry Bacon (der an der Entwicklung des automatischen Ladesystems für den TTB sowie den AH-64 Apache beteiligt war) und Dr. Asher Sharoni (Veteran der israelischen Streitkräfte, der später auch zu den Autoren des Abrams-AGDS-Vorschlags zählte). Angesichts dieser Namen hinter dem Entwurf überrascht es nicht, dass der Vorschlag des Future Main Battle Tank (FMBT) äußerst detailliert ausgearbeitet war – auch wenn er seiner Zeit deutlich voraus war und viele seiner Elemente erst in wesentlich späteren Designs Anwendung fanden.

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Die zentrale Idee hinter dem FMBT war Überlebensfähigkeit. Der Panzer sollte rund 50 Tonnen wiegen und über eine dreiköpfige Besatzung verfügen, die in einer gepanzerten Kapsel im Rumpf untergebracht ist. Der Motor befand sich im Frontbereich, um der Besatzung zusätzlichen Schutz zu bieten. Weitere Schutzmaßnahmen umfassten ein Soft-Kill-APS, ein fortschrittliches Blow-out-Panel-System sowie eine moderne Panzerungsverteilung.

Angetrieben werden sollte das Fahrzeug von einem Hybridantrieb, bestehend aus einer LV100-Gasturbine mit 1750–2000 PS sowie zwei Elektromotoren. Die Hauptbewaffnung sollte aus der 120-mm-XM291-ATACS-Kanone bestehen, gespeist von einem Karussell-Autolader. Weitere Bewaffnung umfasste eine 30-mm-M230-Autokanone, einen 40-mm-Granatwerfer sowie ein Maschinengewehr, ergänzt durch sieben vertikale Startrohre für Flugabwehrraketen. Zudem war vorgesehen, den Panzer mit einer 360-Grad-Kameraabdeckung auszustatten, deren Bilder direkt in die Helmdisplays der Besatzung projiziert werden – ähnlich dem heutigen israelischen Iron-Vision-System.

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Gameplay-Vision des Autors:

Das Fahrzeug wäre sehr schnell und schwer zu entdecken und würde über eine starke Bewaffnung verfügen (120-mm-ATACS-Kanone mit großem Autolader – zudem könnte die Kanone auf 140 mm aufgerüstet werden). Außerdem hätte es eine ausgezeichnete Aufklärungsreichweite, jedoch eine eher dünne Panzerung, insbesondere an den Seiten. Der Panzer würde nur sehr geringen Modulsystemschaden erleiden, wobei die Munitionslager gegen Explosionen immun wären. Der größte Nachteil – abgesehen von der Panzerung – wäre die schlechte Richtsenkung der Kanone (–5 Grad). Insgesamt wäre das Fahrzeug vergleichbar mit dem XK3 oder dem Object 640, jedoch mit mehr Feuerkraft und Mobilität, dafür aber mit weniger Tarnung als der XK3.

Interessiert an weiteren Entwürfen? Bleibt dran für weitere Artikel – oder reicht euren eigenen Vorschlag ein.

Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld!

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