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In Entwicklung: ZTZ-100

Kommandanten!

In den vergangenen Tagen haben wir die beiden ersten Fahrzeuge des Battle Path „Into the West“ vorgestellt, bei denen es sich jeweils um moderne chinesische Maschinen handelt, die im vergangenen Jahr erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Daher dürfte es wohl keine große Überraschung sein, dass das letzte Fahrzeug des Battle Path der Kampfpanzer ZTZ-100 sein wird.

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Und wie üblich zunächst ein wenig Geschichte.

Wie die beiden anderen Fahrzeuge wurde auch der Kampfpanzer ZTZ-100 während der Militärparade am 3. September 2025 in Peking erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Für diejenigen, die die Entwicklung des chinesischen Militärs aufmerksam verfolgen, kam sein Auftauchen zwar nicht völlig überraschend, dennoch sorgte der Panzer in der Community für einiges Aufsehen, denn vollständig neue Panzerkonstruktionen sind – im Gegensatz zu endlosen Modernisierungen alter Plattformen – heutzutage relativ selten.

Die Type-100-Plattform, auf der der ZTZ-100 basiert, befindet sich wahrscheinlich seit etwa einem Jahrzehnt am China North Vehicle Research Institute (auch als Institut 201 bekannt) in Entwicklung. Das Ziel bestand darin, eine neue Plattform – und in diesem Fall einen Kampfpanzer – zu entwickeln, die für das moderne Schlachtfeld geeignet ist. Aus diesem Grund unterscheidet sich der ZTZ-100 erheblich von seinen Vorgängern.

Beginnen wir mit der Bezeichnung, auf die wir bislang noch nicht eingegangen sind. Chinesische Panzer wurden bislang grob anhand ihrer Klasse (ZTZ steht für Kampfpanzer) und des Jahres ihres Erscheinens bezeichnet. Diese Praxis wurde wahrscheinlich aus Zeiten der Sowjetunion übernommen, ist aber generell recht verbreitet. Der Type 100 bricht mit dieser Tradition, denn die Zahl 100 bezieht sich auf kein bestimmtes Jahr.

Die verbreitetste Theorie besagt, dass einfach die auf 99 folgende Zahl verwendet wurde, was allerdings bei der Bezeichnung der Plattform außerhalb des Kampfpanzerbereichs wenig Sinn ergeben würde. Eine eindeutige Erklärung gibt es bislang nicht. Oder vielleicht klang die 100 einfach gut – manchmal sind die einfachsten Erklärungen tatsächlich die richtigen.

Wie dem auch sei, die Philosophie hinter dem ZTZ-100 sieht folgendermaßen aus: Das Zeitalter klassischer Panzerduelle ist vorbei und Panzer müssen nicht länger in erster Linie darauf vorbereitet sein, andere Kampfpanzer mit kinetischer Munition zu bekämpfen. Die bisherigen Erfahrungen aus der Ukraine bestätigen dies, denn die meisten Panzerverluste dort wurden durch Drohnen, Artillerie und Lenkflugkörper verursacht. Extrem starke Frontalpanzerung ist daher nicht mehr so wichtig wie der Schutz gegen HEAT-Gefechtsköpfe. Und wenn ein Panzer keine 80 Tonnen wiegen muss, werden plötzlich allerlei interessante Dinge möglich.

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Die wichtigsten Elemente der Konstruktion des ZTZ-100 sind daher der Schutz der Besatzung und der aktive Schutz. Deshalb ist der Turm des ZTZ-100 ferngesteuert und unbemannt, während sich die dreiköpfige Besatzung davor in einer gepanzerten Kapsel innerhalb der Wanne befindet. Wie beim Type 100 CSV nutzt die Besatzung des ZTZ-100 Augmented Reality, um eine maximale Lageerfassung zu gewährleisten – der Panzer ist mit Kameras ausgestattet, die ihre Bilder direkt in die Helme der Besatzung übertragen. Kein anderer Panzer der Welt verfügt derzeit über ein solches System, möglicherweise mit Ausnahme einiger israelischer Versuche mit Iron Vision.

Zusätzlich zu seiner Panzerung wird das Fahrzeug – ähnlich wie das Type 100 CSV – durch ERA- oder NERA-Elemente an den Seiten sowie durch JD-3-Störsysteme und das Hard-Kill-Aktivschutzsystem JD-6 geschützt, das im Vergleich zum Type 100 CSV über doppelt so viele Werfer verfügt. Die Nebelgranatwerfer sind ebenfalls vertikal im Turm angeordnet und zusätzlich befinden sich dort einige nach vorne gerichtete Effektoren, bei denen es sich wahrscheinlich um ein System zur Drohnenabwehr handelt. Dadurch kann das Fahrzeug den gesamten Bereich mit Rauch abdecken – nicht nur kreisförmig, sondern gewissermaßen in Form einer Kuppel.

Auch die Feuerkraft des Fahrzeugs war eine gewisse Überraschung, denn laut den meisten Quellen ist der Panzer tatsächlich mit einer neuen 105-mm-Kanone bewaffnet, die moderne Munition verschießt, darunter APFSDS und programmierbare HE-Granaten. In der Realität würde dies sehr gut zum neuen Kampfpanzerkonzept passen, denn wenn ein Panzer gegnerische Kampfpanzer nicht frontal bekämpfen muss, reicht ein kleineres Kaliber für praktisch alle leichteren Ziele völlig aus – insbesondere in Verbindung mit moderner Munition. Die Vorteile sind eine größere mitgeführte Munitionsmenge, eine einfachere Handhabung der Munition und möglicherweise auch ein schnellerer Ladevorgang. Die Kanone wird selbstverständlich automatisch geladen.

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Wie bei den beiden anderen Fahrzeugen entspricht auch das Feuerleitsystem dem neuesten Stand der Technik. Zusätzlich kann der Kommandant ein schweres 12,7-mm-Maschinengewehr verwenden, das mit seiner Optik gekoppelt ist – dieses Merkmal ist bei der CSV-Variante der Type-100-Plattform nicht vorhanden.

Das gesamte Fahrzeug wiegt wahrscheinlich zwischen 40 und 50 Tonnen und wird von einem 1500-PS-Hybridmotor angetrieben, der eine Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h auf befestigten Oberflächen und 50 km/h im Gelände ermöglichen soll. Anders als beim Type 100 CSV befindet sich der Motor im Heck.

Und wie bei den anderen beiden Fahrzeugen ist darüber hinaus nicht viel bekannt. Das Fahrzeug befindet sich offenbar noch zu einem gewissen Grad in Entwicklung, was sich an den verschiedenen Varianten und Zwischenmodellen erkennen lässt, die seitdem aufgetaucht sind, und ist möglicherweise noch nicht bereit für die Serienproduktion. Erwähnenswert ist außerdem, dass das Fahrzeug nicht völlig unumstritten ist – selbst innerhalb Chinas – und auch nicht dazu vorgesehen ist, sämtliche anderen Kampfpanzer im chinesischen Dienst zu ersetzen.

China entwickelt seine Panzer mit drei potenziellen Einsatzgebieten im Hinterkopf, und für zwei davon eignet sich dieses Fahrzeug hervorragend:

  • Gebirgsregionen an der Grenze zu Indien im Himalaya (als Ersatz für die Flotte von Panzern der ersten und zweiten Generation sowie als Ergänzung zu den chinesischen Leichtpanzern)
  • Taiwan (wo mit umfangreichen Gefechten in urbaner Umgebung gerechnet wird)

Das dritte Einsatzgebiet, Sibirien, ist deutlich offener, weshalb dort voraussichtlich schwerere Panzer wie der modernisierte Type 99B eingesetzt werden sollen.

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In Armored Warfare wird der ZTZ-100 ein Premium-Kampfpanzer auf Tier 10 sein.

Während beim ZBD-100 Mobilität und Feuerkraft auf kurze Distanz im Vordergrund stehen und das Type 100 CSV für den Kampf auf große Entfernung ausgelegt ist, konzentriert sich der ZTZ-100 vor allem auf Schutz – genauer gesagt auf aktiven Schutz.

Was die Panzerung betrifft, wird er dem Type 100 CSV ähneln und eine Kombination aus NERA, reduziertem Modulausfallschaden, einem unbemannten Turm und widerstandsfähiger Panzerung besitzen, die insbesondere gegen HEAT-Granaten effektiv sein wird.

Hinzu kommt das Hard-Kill-Aktivschutzsystem des Type 100 CSV, allerdings mit verbesserter Leistung. Das Grundprinzip dieses Systems sieht folgendermaßen aus: Es wird über eine sehr große Anzahl an Ladungen verfügen, gleichzeitig aber eine relativ lange Nachladezeit haben. Sobald die Ladungen aufgebraucht sind, dauert es also eine Weile, bis das System wieder einsatzbereit ist. Es wird möglich sein, diesen Schutz zu umgehen, aber darüber werden wir euch etwas später mehr erzählen.

Was die Mobilität betrifft, erwarten euch dank des 1500-PS-Hybridmotors ungefähr dieselben Werte wie beim Type 100 CSV. Das Gewicht wird etwas höher liegen – etwa 40 Tonnen gegenüber den 35 Tonnen des CSV –, dennoch wird die Mobilität sehr gut sein.

Auch die Feuerkraft wird dank der relativ schnell feuernden 105-mm-Kanone hervorragend ausfallen. In dieser Hinsicht könnte man den Panzer gewissermaßen als Mischung aus einem Kampfpanzer und einem Leichtpanzer betrachten, aber für einen Leichtpanzer ist er schlicht viel zu stark gepanzert. Man könnte ihn vielleicht als mittleren Panzer bezeichnen, doch in Armored Warfare gehört er eindeutig zur Klasse der Kampfpanzer.

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Ergänzt wird die Kanone durch das 12,7-mm-Maschinengewehr auf dem Turmdach, das für weichere Ziele vorgesehen ist. Beide Waffen verfügen über hervorragende Richtwinkel nach unten und oben, wodurch sich das Fahrzeug sehr komfortabel spielen wird. Der Hybridmotor ermöglicht es dem Panzer, relativ unauffällig zu bleiben, während die hochmodernen Optiken eine für seine Klasse hervorragende Sichtweite bieten.

Das Herzstück des neuen Gameplays des ZTZ-100 ist jedoch die passive Fähigkeit Synergie.

Die sehr kurze Erklärung sieht folgendermaßen aus: Während der ZBD-100 sich selbst und den beiden anderen Fahrzeugen dieses Battle Path Mobilitätsboni verleiht und das Type 100 CSV Feuerkraftboni bereitstellt, bietet der ZTZ-100 zwei Schutzboni:

  • Zusätzliche Modulhaltbarkeit (wodurch Module sehr widerstandsfähig gegen Schaden werden)
  • Schutzzone

Die zweite Fähigkeit wird nur aktiviert – und bleibt auch nur aktiv –, wenn sich alle drei Fahrzeugtypen nahe beieinander befinden. Ist diese Bedingung erfüllt, erzeugt der ZTZ-100 eine Art Schutzschirm, vergleichbar mit einer verbesserten Version eines APS, der die Fahrzeuge innerhalb der Schutzzone vor ankommenden Lenkflugkörpern schützt, einschließlich aller Arten von FPV-Lenkflugkörpern.

Mit anderen Worten: Solange die Fähigkeit aktiv ist, können Fahrzeuge innerhalb der Schutzzone – nicht nur die Fahrzeuge dieses Battle Path – nicht von FPV-Lenkflugkörpern angegriffen werden.

Die genauen Funktionsweisen dieser Fähigkeit werden wir in einem separaten Artikel erläutern. Bitte beachtet außerdem, dass diese Werte noch nicht endgültig sind, da der Battle Path frühestens in einem Monat erscheint. Wir hoffen jedoch, dass euch der Battle Path zusammen mit den kommenden Verbesserungen gefallen wird – eine davon ist wirklich groß – und wie immer:

Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld!

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